7 Wochen Sonne – aber nur …

Sieben Wochen Sonne versrpicht uns der Volksmund bzw. diverse Bauernregeln, allerdings nur, wenn eins der folgenden Ereignisse eintrifft:

21. Juni – Tag vor der Sonnenwende

Wenn am Tag vor der Sonnenwende die Sonne vom Himmel lacht und die Nacht klar ist und das ganze auch noch warm und der Himmel dabei völlig wolkenfrei ist, dann soll sieben Wochen die Sonne scheinen.

27. Juni – Heilige Hemma von Gurk

Ebenfalls sieben Wochen Sonne soll es geben, wenn am Gedenktag der Heiligen Hemma von Gurk die Sonne scheint. Hemma von Gurk war eine Adelige, Kirchen- und Klostergründerin. Sie wurde zwischen 995 und 1000 geboren und sie starb wahrscheinlich im Jahr 1045 in Gurk, Kärnten. Nach Hemma von Gurk ist auch eine Kopfbedeckung benannt und zwar der Hemmahut. Dieser war wohl auch speziell als Sonnenschutz gedacht. Die als Hemmahut bekannte Kopfbedeckung stammt aus der Zeit um 1300. Er ist jedoch neben zwei englischen Hüten der einzige erhaltene mittelalterliche Hut Europas und daher von großer kulturhistorischer Bedeutung. Bis 1906 befand er sich in der Pfarrkirche von Zeltschach, seither im Domschatz von Gurk.

7. Juli – Siebenschläfertag

Scheint am 7. Juli, dem Siebenschläfertag, die Sonne, dann gibt es ebenfalls sieben Woche Sonne.

Bleibt die Frage: Was passiert, wenn am 21. Juni die Sonne lacht, es am 7. Juli regnet und am 27. Juni das Wetter durchwachsen ist? Dann bleibt wohl nur abwarten. Und bei all diesen Bauernregeln sollte man auch immer die Einführung des Gregorianischen Kalenders und die Verschiebungen der einzelnen Tage bedenken.

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