Bauernregel zu Maria Schnee

Wer sich mit Bauernregeln beschäftigt, lernt auch den einen oder anderen interessanten Gedenktag im Heiligenkalender der Kirche kennen. Ein solcher ist der römisch-katholische Gedenktag Maria Schnee (Mariä Schnee, Latein: S. Maria ad Nives), der am 5. August begangen wird. Der Gedenktag Maria Schnee erinnert an die Weihe der römischen Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore im Jahr 432. Der 5. August war für die Weihe der Kirche gewählt worden, da es am Ort der Kirche im Jahr 358 zu diesem Datum das sog. Schneewunder statt gefunden hat.

Legende vom Schneewunder

Schneewunder Maria Schnee
El sueño del patricio (1665) von Bartolomè Esteban Murillo (1617-1682). Die Jungfrau kündet dem Patrizier und seiner Frau das Schneewunder.

Im Jahre 358 soll auf der höchsten Erhebung des Esquilinhügels (mons Esquilinus, Colle Esquilino, einer der sieben klassischen Hügel Roms) Schnee gelegen haben und das am 5. August, also mitten im italienischen Sommer. Mit diesem Schnee sollte angezeigt werden, wo zu Ehren der Madonna eine Kirche erbaut werden sollte, denn diese war in der Nacht zuvor dem römischen Patrizier Johannes und dessen Frau erschienen. Sie hatte dem Ehepaar versprochen, dass ihr Wunsch nach einem Sohn in Erfüllung gehe, wenn ihr zu Ehre eine Kirche eben an dieser Stelle errichtet werden würde, wo am Morgen des 5. August Schnee liegen würde. Und das war eben auf dem Esquilinhügel. Der war, wie nicht anders zu erwarten bei einem Schneewunder, am Morgen des Tages tatsächlich weiß von Schnee gewesen. Den gleichen Traum wie das Ehepaar hatte auch Papst Liberius (352-366). Und so gründete dieser an dieser Stelle die Kirche Maria Schnee.

Und so ist Maria Schnee nur eine von vielen Gestalten, die die Madonna in der Marienverehrung annimmt.

Bauernregel zu Maria Schnee

Regen an Maria Schnee tut den Kornähren viel weh. Weitere Bauerregeln im August.

Schneejungfrauen

Die Jungfrau Maria mit Schnee in Verbindung zu bringen, ist auch in anderen Ländern üblich. So gibt es auf den Kanaren die Nuestra Señora de las Nieves, die zum einen Schutzheilige der Kanareninsel La Palma und der Hauptstadt Santa Cruz de la Palma ist. Zudem wird die Virgen de las Nieves auch in Taganana (Teneriffa), Agaete (Gran Canaria) und Telde (ebenfalls Gran Canaria) verehrt.

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