Bauernregeln sollen für umweltverträgliche Landwirtschaft werben

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks dürfte nicht zu den bekanntesten Gesichtern von Kabinett Angela Merkel gehören. Etwas bekannter ist sie nun dank ihrer Bauernregeln. Mit diesen Bauernregeln, mit denen die Umweltministerin für eine umweltverträgliche Landwirtschaft werben wollte, hat sich Frau Hendricks es aber wohl mit einigen Bauern verscherzt. Nicht verwunderlich, dass ihre neuen Bauernregeln, den Landwirten sauer aufstößt, schließlich sind diese doch sehr flapsig formuliert und polarisieren dabei. Ob mit Sprüchen wie Steht das Schwein auf einen Bein, ist der Schweinestall zu klein. auch wirklich auf so wichtige Probleme wie Massentierhaltung hingewiesen werden sollte, darüber kann trefflich gestritten werden.

Die SPD-Politikerin hat über ein Interview, dass mit der Rheinischen Post geführt worden ist, bereits um Entschuldigung gebeten. Denn schließlich hätten sich einige Menschen durch die Aufmachung der Kampagne persönlich angegriffen und in ihrer Berufsehre verletzt gefühlt. Dies tue ihr leid, so die Ministerin.

Es gibt allerdings auch Stimmen, die es schade finden, dass Frau Hendricks mit ihrer Bauernregeln-Kampagne, die durchaus auch als erfrischend wahrgenommen worden ist, nicht standhaft geblieben ist.
Dennoch verbucht man die Kampagne wohl als Erfolg. Denn ein Sprecher des Umweltministeriums ließ verlauten, dass es mit den »spielerisch-humorvollen Bauernregeln« gelungen sei, die Aufmerksamkeit eines großen Teils der Öffentlichkeit für das Thema zu gewinnen.

Alle elf neuen Bauernregeln des Umweltministeriums

Hier die neuen Bauernregeln des Umweltministeriums:

  1. Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein.
  2. Gibt’s nur Mais auf weiter Flur, fehlt vom Hamster jede Spur.
  3. Zu viel Dünger auf dem Feld geht erst ins Wasser, dann ins Geld.
  4. Haut Ackergift die Pflanzen um, bleiben auch die Vögel stumm.
  5. Zu viel Dünger, das ist Fakt, ist fürs Grundwasser beknackt.
  6. Ohne Blumen auf der Wiese geht’s der Biene richtig miese.
  7. Steh’n im Stall zu viele Kühe, macht die Gülle richtig Mühe.
  8. Gibt’s nur eine Pflanzenart, wird’s fürs Rebhuhn richtig hart.
  9. Wenn alles bleibt, so wie es ist, kräht bald kein Hahn mehr auf dem Mist.
  10. Strotzt der Boden vor Nitraten, kann das Wasser arg missraten.
  11. Bleibt Ackergift den Feldern fern, sieht der Artenschutz das gern.

Eigentlich ganz nett die neuen Bauernregeln.

Derzeit gelten übrigens die Bauernregeln für Februar: „Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer heiß“

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