Bauernregeln August

Bauernregeln für August
Kaiser Augustus
Der August ist der achte Monat im Jahr. Seine alten Namen sind Erntemonat, Ährenmonat, Sichelmonat oder einfach Ernting. Alles Monatsnamen, die auf die Ernte hinweisen, die in diesem Sommermonat ansteht. Aber benannt wurde der August nach einem römischen Kaiser, dem Kaiser Augustus, die Benennung geschah bereits im Jahre 8 v. Chr.

Im August stehen 31 Tage im Jahr. Und da der August der Monat ist, in dem in unseren Breitengraden die Ernte eingefahren wird, haben auch einige Bauernregeln für August etwas mit Ernte und dem Wetter dazu zu tun. Und im August wird bei den Bauernregeln schon beim Wetter eine Vorhersage auf das Winterwetter des Jahres getroffen.

Hundstage im August

Im August stehen auch die sog. Hundstage an. Mit Hundstagen ist umgangssprachlich in Europa die heiße Zeit im Sommer gemeint.

Allgemeine Bauernregeln für August

Augustregen wirkt wie Gift, wenn er die reifenden Trauben trifft.
Stellt im August sich Regen ein, so regnet’s Honig und guten Wein.
Je dicker die Regentropfen im August, je dicker wird auch der Most.
Der Tau tut dem August so not, wie jedermann das täglich Brot.
Nasser August macht teure Kost.
Was der August nicht vermocht, kein September mehr kocht.

Und wie wird der Winter?

Bringt der August viel Gewitter, wird der Winter kalt und bitter.
Ist’s in der ersten Augustwoche heiß, bleibt der Winter lange weiß.
Im August blüht der Schnee für den nächsten Winter, wenn weiße Wolken ziehen.
Trübe Aussicht an den Hundstagen, trübe Aussicht das restliche Jahr.

Bauernregeln zu bestimmten Tagen im August

1. August: Petri Kettenfeier

Ist’s von Petri bis Lorenzi (10. August) heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.
An Petri Kettenfeier von diesem Ort ziehen die Störche fort.

5. August: St. Oswald, Maria Schnee

Oswaldtag muss trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein.
Regen an Maria Schnee tut dem Korn empfindlich weh.

7. August: St. Afra, Maria Schnee

An Sankt Afra Regen kommt für den Bauer ungelegen.
An Sankt Afra Regen fällt, den Bauern es noch lange quält.
Regen an Mariä Schnee tut dem Korn empfindlich weh.

8. August: St. Dominikus

Ist’s an Domini sehr heiß, wird der Winter lang und weiß.
Ist’s heiß an Sankt Dominikus, der Winter mit strenger Kälte kommen muss.
Auf Hitze an Sankt Dominikus ein strenger Winter folgen muss.
Je mehr Dominikus schürt, je länger man im Winter friert.
Bei Hitze an Sankt Dominikus ein strenger Winter kommen muss.

10. August: St. Laurentius

Nach dem Tag des Heiligen Laurentius von Rom sind auch die Laurentiustränen benannt. Diese bezeichnen so den Sternschnuppenschwarm der Perseiden, eine Himmelserscheinung, die zu diesem Tag alljährlich auftritt.
Sankt Laurenz mit heißem Hauch, füllt dem Bauern Fass und Schlauch.
Sankt Lorenz kommt in finstrer Nacht ganz sicher mit Sternschnuppenpracht.
Sollen Obst und Trauben sich mehren, dürfen mit Laurenz die Wetter aufhören.
Laurentius heiter und gut, einen schönen Herbst verheißen tut.
Laurenz im Sonnenschein, wird der Herbst gesegnet sein.
Ist’s von Petri (1. August) bis Lorenzi heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.
Kommt Laurentius daher, wächst das Holz nicht mehr.
Laurenzi hol’s Wämsi, hol Schuh und Strümpf.

13. August: St. Hippolyt/St. Kassian (Cassianus)

Wie das Wetter an Hippolyt, so es mehrere Tage geschieht.
Wie das Wetter zu Kassian, hält es viele Tage lang.

14. August

Leuchten vor Mariä Himmelfahrt die Sterne, dann hält sich das Wetter gerne.

15. August: Maria Himmelfahrt

Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag.
Scheint die Sonne hell und zart an Mariä Himmelfahrt, wird es schönen Herbst bedeuten. Sagt das Sprüchlein allen Leuten.
Um Maria Himmelfahrt, das wisse, gibt es schon die ersten Nüsse.
Wer Rüben will recht gut und zart, sä’ sie an Mariä Himmelfahrt.
Mariä Himmelfahrt im Sonnenschein, bringt viel und guten Wein.
Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so es noch zwei Wochen bleiben mag.

16. August: St. Rochus

Wenn Sankt Rochus trübe schaut, kommen die Raupen in das Kraut.

18. August: St. Agapitus

Holz, an Agapitustag geschlagen, fault nicht bis zum „Jüngsten Tag“.

19. August: St. Sebaldus

Regnet’s an Sankt Sebald, nahet teuere Zeit sehr bald.

20. August: St. Bernhard

Wie der Sankt Bernhard ist, man auch den September misst.

23. August Ende der Hundstage

Die Hundstage enden am 23. August. Begonnen haben die Hundstage, die Tage des heißen Sommers, am 23. Juli.

  • Heisse Hundstage prophezeien einen kalten Winter.
  • Wie die Hundstage eingehen (23.7.), so gehen sie aus (24.8.).

24. August: St. Bartholomäus (Bartheltag)

Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll’s den ganzen September sein.
Wie Bartholomäus sich hält, so ist der ganze Herbst bestellt.
Liegt Reif um den Barthelmtag offen, so ist ein warmer Herbst zu hoffen.
Bleibt St. Barthol im Regen steh’n, ist ein guter Herbst vorherzuseh’n.
Sind Lorenz (10. August) und Bartel schön, bleiben die Kräuter noch lange stehn.
Bartholomä voll Sonnenglut macht Wein und Reben stark und gut.

26. August: St. Ludwig

Wenn im März die Veilchen blühn, an Ludwig oft die Schwalben ziehn.

28. August: St. Augustin

An Augustin gehen die warmen Tage dahin.
Um Augustin ziehn die Wetter hin.
Um die Zeit von Augustin gehn die warmen Tage hin.

30. August: St. Felix

Bischof Felix zeigt an, was wir 40 Tag’ für Wetter han.

31. August: St. Raimund

Sankt Raimund treibt die Wetter aus.

Wie man sieht, gibt es einige Bauernregeln im August, die sich mit dem nicht mehr allzuweiten Winter auseinandersetzen.

Bauernregeln Juli

Namen für den August: Erntemond, Sichelmond oder Ährenmonat.

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Zuletzt aktualisiert am 11.12.2017
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