Bauernregeln Dezember

Bauernregeln Dezember
Bauernregeln im Dezember – dem Christmond bzw. Julmond.
Der Dezember ist der zwölfte und damit auch letzte Monat des Jahres des gregorianischen Kalenders. Der Dezember hat 31 Tage. Der Dezember ist nicht nur der letzte Monat des Jahres, sondern dazu alleine schon durch das Weihnachtsfest ein ganz besonderer Monat. Rund um das Weihnachtsfest gibt es damit auch eine ganze Reihe von Bauernregeln.

Name für den Monat Dezember

Seinen Namen hat der Dezember vom lateinischen Wort decem für Zehn, den bei den Römern war dieser Monat lange Zeit nicht der zwölfte sondern der zehnte Monat des Jahres. Erst im Jahr 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn um zwei Monate nach vorne verlegt. Und so ging die direkte Beziehung zwischen Namen und Monatszählung verloren. Kaiser Commodus versuchte den Monat November in Exsuperatorius umzubenennen. Die Namensänderung überstand aber das Ableben des Kaisers nicht.

Weitere Namen für den Dezember

Alte Namen für den Monat Dezember sind Christmond, Julmond, Dustermond, Heilmond, Heiligenmonat, Wendeling. Im französischen Revolutionskalender gehörte ein Großteil des Dezembers zu Frimaire, dem dritten und letztem Herbstmonat. Der Frimaire begann am 21. November und endete am 20. Dezember. Seinen Namen hatte dieser Monat vom französischen Wort frimas für gefrierender Nebel. An den Frimaire schließt sich am 21. Dezember der erste Wintermonat an. Dies ist Nivose vom lateinischen Wort nix, nivis für Schnee. Der Monat Nivôse, in dem auch Weihnachten liegt, geht bis zum 19. Januar.

Julmond und Christmond

Der alte deutsche Name des Dezembers ist Julmond. Das leitet sich vom Julfest ab und dies ist die germanische Feier der Wintersonnenwende. Ein neuerer alternativer Name für den Dezember ist Christmonat, den schließlich liegt WEihnachten, das Christfest, in diesem letzten Monat des Jahres.

Sonnenwende – Kürzester Tag des Jahres

Am 21. oder 22. Dezember ist der Tag der Sonnenwende. An diesem Tag steht die Sonne genau über dem Wendekreis des Steinbocks am südlichen Breitengrad. Noch weiter südlicher wandert die Sonne nicht, danach geht es wieder zurück in Richtung Wendekreis am nördlichen Breitengrad. Auf der Nordhalbkugel ist dieser Tag der kürzeste im Jahr. Es ist zugleich auch die längste Nacht des Jahres. Auf der Nordhalbkugel werden die Tage nach diesem Tag wieder länger, die Nächte entsprechend Kürzer.

Bauernregeln Dezember

Allgemeine Bauernregeln im Dezember

  • Dezember lind, der Winter ein Kind.
  • Im Dezember Schnee und Frost, das verheißt viel Korn und Most.
  • Kalter Dezember und fruchtbar Jahr sind vereinigt immerdar.
  • Auf kalten Dezember mit tüchtigem Schnee folgt ein fruchtbar Jahr mit reichlich Klee.
  • Dezember, kalt mit Schnee tut dem Ungeziefer weh.
  • Ist der Dezember wild mit Regen, dann hat das nächste Jahr wenig Segen.
  • Donnert’s im Dezember gar, kommt viel Wind im nächsten Jahr.
  • Herrscht im Dezember recht strenge Kält’, sie volle 18 Wochen hält.
  • Dezember, veränderlich und lind, ist der ganze Winter ein Kind.
  • So kalt wie im Dezember, so heiß wird’s im Juni.

1. Dezember: St. Eligius

Fällt auf Eligius ein starker Wintertag, die Kälte wohl vier Monate dauern mag.

2. Dezember: St. Bibiana

Gibt’s Regen am Bibianatag, es noch vierzig Tage regnen mag.
Wenn’s regnet am Bibianatag, regnet’s 40 Tag und eine Woche danach.

4. Dezember: St. Barbara

Geht Barbara im Klee, kommt das Christkind im Schnee.
Knospen an Sankt Barbara, sind zum Christfest Blüten da.

5. Dezember

Nach Barbara (4. Dezember) geht’s Frosten an, kommt’s früher, ist nicht wohlgetan.

6. Dezember: St. Nikolaus

Regnet’s an Sankt Nikolaus, wird der Winter streng und graus.
Trockener Nikolaus, milder Winter rund um’s Haus.

7. Dezember: St. Ambrosius

Ist Ambrosius schön und rein, wird Sankt Florian (4. Mai) ein Wilder sein.
Ambrosius schneit oft dem Bauern auf den Fuß.

8. Dezember: Mariä Empfängnis

Zu Mariä Empfängnis Regen bringt dem Heu keinen Segen.

13. Dezember: St. Lucia

An Sankt Lucia ist der Abend dem Morgen nah.
Sankt Luzia stutzt den Tag und macht die längste Nacht.
Erklärung: Bis zur Einführung des gregorianischen Kalenderreform war der 13. Dezember der kürzeste Tag des Jahres, es galt bis dahin der Julianische Kalender.

16. Dezember: St. Adelheid

Die Adelheid liebt weiße Flocken, so bleibt die Erde selten trocken.
Um die Zeit von Adelheid, da macht sich gern der Winter breit.
Um Adelheid, da kommt der Schnee, der tut der Wintersaat nicht weh.

17. Dezember: St. Lazarus

Ist Sankt Lazar nackt und bar, gibt’s ein schönes neues Jahr.
Sankt Lazarus nackt und bar macht einen linden Februar.

18. Dezember: St. Wunibald

Um den Tag des Wunibald, da wird es meistens richtig kalt.

21. Dezember: St. Thomas

Wenn Sankt Thomas dunkel war, gibt’s ein schönes neues Jahr.
Sankt Thomas bringt die längste Nacht, weil er den kürzesten Tag gebracht.
Am Thomastag wächst der Tag nur einen Hahneschritt.

23. Dezember

Vor Weihnacht viel Wasser, nach Johannis (24. Juli) kein Brot.

24./25. Dezember: Heiliger Abend, Weihnachten

  • Wenn es Weihnachten flockt auf allen Wegen, das bringt den Feldern Segen.
  • Hängt zu Weihnacht Eis von den Weiden, kannst du zu Ostern Palmen schneiden.
  • Ist es Weihnachten kalt, ist kurz der Winter, das Frühjahr kommt bald.
  • Wer sein Holz nach Weihnachten fällt, dessen Gebäude zehnfach hält.
  • Weihnachten im Schnee, Ostern im Klee.
  • Bis Weihnacht gibt es Speck und Brot, danach kommt Kält’ und Not.
  • Je dicker das Eis um Weihnacht liegt, je zeitiger der Bauer Frühling kriegt.
  • Bringt das Christkind Kält’ und Schnee, drängt das Winterkorn in die Höh’.
  • Wenn’s Christkindlein Tränen weint, vier Wochen keine Sonne scheint.
  • Weihnacht, die im grünen Kleid, hält für Ostern Schnee bereit.
  • Viel Wind in den Weihnachtstagen, reichlich Obst die Bäume tragen.

26. Dezember: St. Stefan

Bringt Sankt Stephan Wind, die Winzer nicht erfreuet sind.
Scheint am Stephanstag die Sonne, so gerät der Flachs zur Wonne.
Windstill soll Sankt Stephan sein, soll der nächste Wein gedeihn.

27. Dezember: St. Johannes

Hat der Evangelist Johannes Eis, dann macht es der Täufer (24. Juni) heiß.

28. Dezember: Unschuldige Kinder

Schneit’s an unschuldige Kindl, fährt der Januar in die Schindel.
Haben’s die unschuldigen Kindlein kalt, so weicht der Frost nicht so bald.
Sitzen die unschuldigen Kindlein in der Kälte, vergeht der Frost nicht in Bälde.

31. Dezember: St. Silvester

Silvesternacht düster oder klar sagt an ein gutes Jahr.
Wenn’s Silvester stürmt und schneit, ist Neujahr nicht mehr weit.
Ist’s an Silvester hell und klar, ist am nächsten Tag Neujahr.
Silvester wenig Wind und Morgensonn’ gibt viel Hoffnung auf Wein und Korn.
Silvesterwind und warme Sonn’ verdirbt die Hoffnung auf Wein und Korn.

Namen für den Monat Dezember: Christmond, Julmond oder Wolfsmond.

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