Bauernregeln für Februar

Der Februar ist der zweite Monat des Jahres. Benannt wurde der Monat nach dem römischen Reinigungsfest Februa. Dabei handelte es sich um eine Sühne- und Reinigungsfest. Der Name Februa für das Fest wurde bei der Göttin Juno entliehen. Februar ist ein Beiname dieser römischen Göttin. Juno galt den Römern als Göttin der Geburt, der Ehe und Fürsorge. Nach dieser römischen Göttin ist bereits der Monat Juni benannt.

Valentinstag und Göttin Juno

Es gibt Deutungen, die die Tradition des Valentinstages auf die Göttin Juno zurückführen. Es soll einen Gedenktag zu Ehren der Göttin Juno gegeben haben, bei dem ihr am 14. Februar, unserem Valentinstag, Blumenopfer dargebracht worden sind.

Anzahl der Tage im Februar

Der Februar hat in Gemeinjahren 28 Tagen und in Schaltjahren 29 Tagen. Warum ausgerechnet der Februar der Monat ist, der durch einen Schalttag verlängert wird, ergibt sich daraus, dass im römischen Kalender der Februarius ursprünglich der letzte Monat eines jeden Jahres war. So wurde der letzte Monat eines Jahres durch den Schalttag verlängert und nicht ein Monat mitten im Jahr. Der Brauch Schalttage im Februar anzuhängen hat sich aber auch gehalten, nachdem der Jahresbeginn auf Januar festgelegt wurde.

Namen für den Februar

In Österreich und in Teilen von Südtirol wird der Februar Feber genannt. Und auch der Februar musste sich im alten Rom eine Namensänderung gefallen lassen und zwar unter Kaiser Commodus (161-192, Kaiser von 180-192), der den Monat in Invictus umbenennen wollte. Invictus ist lateinisch und bedeutet unbezwungen.
Der alte deutsche Name für den Februar ist Hornung. Weitere Namen sind Schmelzmond, Sporkel bzw. Spörkel. Und bei Gärtnern wird der Februar auch gerne als Taumonat (Taumond) bezeichnet.
Bei einigen Bauernregeln für Februar findet sich die Bezeichnung Hornung auch wieder.

Februar als Narrenmond

Die Bezeichnung Narrenmond für den Februar rührt daher, dass in dieser Zeit die alten Vorfrühlings- und Fruchtbarkeitsrituale abgehalten wurden, um die Dämonen des Winters zu vertreiben. Unter dem Einfluss der Christianisierung wurden diese ausgelassenen Feierlichkeiten als Fastnacht (Fassenacht, Fasnet) oder Fasching auf die Tage vor dem Aschermittwoch beschränkt, so dass diese Narrenzeit (meistens) im Februar endet. Datum Fasching und Karneval.

Bauernregeln für den Februar

Allgemeine Bauernregeln für den Februar

  • Der Februar muss stürmen und blasen, soll das Vieh im Lenze grasen.
  • Wenn im Februar die Mücken geigen, müssen sie im Märzen schweigen.
  • Spielen die Mücken im Februar, frier’n Schaf’ und Bien’ das ganze Jahr.
  • Ein nasser Februar bringt ein fruchtbar Jahr.
  • Je nasser ist der Februar, desto nasser wird das ganze Jahr.
  • Ist der Februar trocken und kalt, kommt im März die Hitze bald.
  • Lässt der Februar Wasser fallen, so lässt’s der März gefrieren.
  • Nebel im Februar – Kälte das ganze Jahr.
  • Heftiger Nordwind im Februar vermelden ein fruchtbar Jahr.
  • Wenn der Nordwind doch nicht will, so kommt er sicher im April.
  • Im Februar müssen die Stürme fackeln, dass dem Ochsen die Hörner wackeln.
  • Ist’s im Februar zu warm, friert man zu Ostern bis in den Darm.
  • Februar mit Frost und Wind macht die Ostertage lind.
  • Im Hornung Schnee und Eis, macht den Sommer lang und heiß.
  • Wenn’s im Februar nicht schneit, schneit’s in der Osterzeit.
  • Kalter Februar gibt ein gutes Roggenjahr.
  • Wenn’s der Hornung gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht.
  • Alle Monate im Jahr verwünschen einen schönen Februar.

2. Februar: Mariä Lichtmess, Darstellung des Herrn

Darstellung des Herrn, lateinisch Praesentatio Jesu in Templo, altertümlich Jesu Opferung im Tempel, volkstümlich auch Mariä Lichtmess (früher auch Mariä Reinigung, Purificatio Mariae) oder (veraltet) Unser Lieben Frauen Lichtweihe, ist ein Fest, das am 2. Februar, dem vierzigsten Tag nach Weihnachten, gefeiert wird.

  • An Lichtmess fängt der Bauersmann neu mit des Jahres Arbeit an.
  • Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee.
  • Auf Lichtmess lasst es Winter sein, kommt der Frühling bald herein.
  • Nach Lichtmess kann’s gern Winter sein, kommt der Frühling früh herein.
  • Gibt’s an Lichtmess Sonnenschein, wird’s ein später Frühling sein.
  • An Lichtmess Sonnenschein, der bringt noch viel Schnee herein; gibt es aber Regen und keinen Sonnenblick, ist der Winter fort und kehrt nicht mehr zurück.
  • Scheint an Lichtmess die Sonne klar, gibt’s noch späten Frost und kein fruchtbar’ Jahr; doch wenn es an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.
  • Um Lichtmess hell und schön – da wird der Winter niemals geh’n.
  • Fällt Regen um Lichtmess nieder, kommt auch der Winter kaum wieder.
  • Wenn’s zu Lichtmess stürmt und tobt, der Bauer sich das Wetter lobt; scheint jedoch die Sonne froh – dann Bauer, verwahr’ dein Stroh.
  • Je stürmischer es um Lichtmess ist, desto sicherer ein gutes Frühjahr ist.
  • Um Lichtmess sehr kalt, wird der Winter nicht alt.
  • Es wird gewöhnlich sehr lang kalt, wenn der Nebel zu Lichtmess fallt.
  • Scheint an Lichtmess die Sonne, geraten die Bienen gut.
  • Um Lichtmess Lerchengesang, macht um den Lenz nicht bang.
  • Singt die Lerche jetzt schon hell, geht’s unserm Bauern an das Fell.
  • Sonnt sich der Dachs in der Lichtmess-Woche, geht er auf 4 Wochen wieder zu Loche.
  • Lichtmess – halbes Futter gefress’. (= Wintervorrat ist zur Hälfte verbraucht)
  • Wenn zu Lichtmess die Sonne glost, gibt’s im Februar viel Schnee und Frost.
  • Wenn’s zur Lichtmeß stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit. Ist’s zur Lichtmess hell und klar, ist der Winter weder halb noch gar.
  • Ist’s zu Lichtmess klar und hell, kommt der Frühling nicht so schnell.
  • Wenn’s zu Lichtmess stürmt und schneit, so ist der Frühling nicht mehr weit. Doch ist’s zu Lichtmess mild und warm, dann friert’s zu Ostern, dass Gott erbarm.
  • Wenn’s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit, ist es aber klar und hell, kommt der Lenz noch nicht so schnell.

Übrigens: In weiten Teilen Westdeutschlands, Süddeutschlands, Sachsens und in einigen Regionen des Erzgebirges ist es nach wie vor üblich, den weihnachtlichen Schmuck sowohl der kirchlichen wie privaten Räume bis zum 2. Februar stehen zu lassen. In anderen Regionen wird häufig bereits kurz nach den Heiligen Drei Königen, am 6. Januar, der Weihnachtsschmuck entfernt.

3. Februar: St. Blasius von Sebaste

Sankt Blasius ist auf Trab und stößt dem Winter die Hörner ab.
Sankt Blas’ und Urban (25. Mai) ohne Regen folgt ein guter Erntesegen.

5. Februar: St Agatha von Catania

Am Fünften, am Agathentag, da rieselt das Wasser den Berg hinab.
Agathe, unsere Gottesbraut, die macht, dass Schnee und Eis wegtaut.
Den Tag der heiligen Agathe, der war oftmals reich an Schnee.
An St. Agathe Sonnenschein, bringt recht viel Korn und guten Wein.

6. Februar: St. Dorothea

Manchmal bringt die Dorothee uns den allermeisten Schnee.
Die heilige Dorothee watet gerne durch den Schnee.
Sankt Dorothee bringt meist Schnee.
Nach dem Dorotheentag, kein Schnee mehr gerne kommen mag.
Bringt Dorothee recht viel Schnee, bringt der Sommer guten Klee.

9. Februar: St. Apollonia

Kommt die Jungfrau Apollonia, sind auch bald die Lerchen wieder da.
Ist’s an Apollonia feucht, der Winter oft sehr spät entfleucht.

12. Februar: St. Eulalia von Barcelona

Sankt Eulalia Sonnenschein, bringt viel Obst und guten Wein.
Eulalia im Sonnenschein bringt viel Äpfel und Apfelwein.

14. Februar: St Valentin von Terni (Valentinstag)

  • Am Tage des St. Valentein, da friert das Rad samt Mühle ein.
  • Hat der Valentin viel Regenwasser, wird der Frühling noch viel nasser.
  • Ist’s am Valentin noch weiß, blüht zu Ostern schon das Reis. („Reis“ heißt hier nicht das Getreide (der Reis), sondern die „jungen Triebe“ (das Reis, Reisig).)
  • Am Tag von Sankt Valentin, gehen Eis und Schnee dahin.
  • Hat’s zu Sankt Valentin gefroren, ist das Wetter lang verloren.
  • Kalter Valentin, früher Lenzbeginn.
  • Vor Valentin friert das Rad samt Mühlbach ein.

16. Februar: St. Simeon, Bischof von Metz

Friert’s an Simeon ganz plötzlich, bleibt der Frost nicht lang gesetzlich.
Der Simon zeigt mit seinem Tage, der Frost ist nicht mehr lange Plage.

18. Februar: St. Simon, Gemeindeleiter

Der Simon zeigt mit seinem Tage, der Frost ist nicht mehr lange Plage.
Friert es um den Simon plötzlich, bleibt der Frost nicht lang „gesetzlich“.
Nach dem Simonstage soll uns der Frost nicht lange plage’.

21. Februar: St. Felix I., Bischof von Metz

Felix und Petrus (22. Februar) zeigen an, was wir vierzig Tag für Wetter ha’n.

22. Februar: Petri Stuhlfeier

  • Der Klemens (23. November) uns den Winter bringt, St. Petri Stuhl dem Frühling winkt; den Sommer bringt uns St. Urban (25. Mai), der Herbst fängt nach dem Barthel (24. August) an.
  • Wenn’s friert auf Petri Stuhlfeier, friert’s noch vierzehnmal heuer.
  • Weht es sehr kalt um Petri Stuhl, denn bleibt’s noch 14 Tag kuhl.
  • Wie’s Petrus vor Mathias macht, so bleibt’s noch 40 Nacht
  • Die Nacht zu Petri Stuhl zeigt an, was wir noch 40 Tag für Wetter han.
  • Ist Petri Stuhlfeier kalt, hat der Winter noch 40 Tage Gewalt.
  • War’s in der Petersnacht sehr kalt, hat der Winter noch lange Gewalt.
  • Ist St. Petrus kalt, hat die Kält’ noch lang Gewalt.
  • Petri Stuhlfeier kalt, da wird der Winter sehr alt.
  • Gefriert es in der Petersnacht, dann auch noch lang das Eise kracht.
  • Hat Petri Stuhlfeier noch viel Eis und viel Ost (= Wind), bringt der Februar noch starken Frost.
  • Nach der Kälte der Petersnacht, verliert bald der Winter seine Kraft.
  • Ist es an Sankt Peter kalt, hat der Winter noch lange Halt.
  • Ist es mild und nach Petri offen der Bach, kommt auch kein großes Eis mehr nach.
  • Wenn zu St. Petri die Bäche sind offen, wird später kein Eis mehr auf ihnen getroffen.
  • Ist an Petrus das Wetter gar schön, kann man bald Kohl und Erbsen säen.
  • Schließt Petrus die Wärme auf und der Matthias (24. Februar) dann wieder zu, so friert das Kalb noch in der Kuh.

24. Februar: St. Matthias, Apostel

  • Schließt Petrus (22. Februar) die Wärme auf und der Matthias dann wieder zu, so friert das Kalb noch in der Kuh.
  • Der Matthias bricht’s Eis, doch sacht’, sonst kommt die Kälte im Frühjahr zu Macht.
  • Der Matthias, ja der bricht das Eis, und hat er keins, so macht er eins.
  • War es an Matthias kalt, auch der Frost noch lang anhalt.
  • Ist es an St. Matthias kalt, hat die Kälte noch lang Gewalt.
  • Wenn neues Eis Matthias bringt, so friert es noch 14 Tage; wenn noch so schön die Lerche singt – die Nacht bringt neue Plage.
  • Trat Matthias stürmisch ein, kann’s bis Ostern Winter sein.
  • Hat Mattheis seine Hack’ verloren, wird erst St. Joseph (19. März) das Eis durchbohren.
  • Die Sonne an Matthias, die wirft ’nen heißen Stein ins Eis.
  • Der Matthias hat uns lieb, er gibt dem Baum den ersten Trieb.
  • Nach dem Mattheis, da geht kein Fuchs mehr übers Eis.
  • Nach dem Mattheis, da trinkt die Lerche aus dem Gleis.
  • Wenn der Matthias kommt herbei, legt das Huhn das erste Ei.
  • Bald nach dem Matthiastag, da springen die Frösche in den Bach.
  • Imker, am Matthiastag, deine Biene fliegen mag.

25. Februar: St. Walburga, Äbtissin von Heidenheim

Wenn sich Sankt Walburgis zeigt, der Birkensaft nach oben steigt.
Walburgaschnee tut immer weh.
Sankt Burgel geht dem Winter an die Gurgel.
Der Gedenktag der Heiligen Walburga ist der 25. Februar. Im Mittelalter war allerdings der Tag ihrer Heiligsprechung als Gedenktag verbreitet, daher wird heute noch die Nacht zum 1. Mai Walpurgisnacht genannt.

26. Februar: St. Alexander von Alexandria

Alexander und Leander (27. Februar) riechen Märzenluft miteinander.

27. Februar: St. Leander von Sevilla

Alexander (26. Februar) und Leander riechen Märzenluft miteinander.

28. Februar: St. Romanus von Condat

Sankt Roman hell und klar bedeutet ein gutes Jahr.

29. Februar: St. Roman

Sankt Roman hell und klar, bedeutet ein gutes Jahr.
War der Romanus hell und klar, bedeutet es ein gutes Jahr.
An Romanus und Lupizinius (21. März) – unsere Sonne scheinen muss.

Namen für den Februar: Hornung, Narrenmond oder Schmelzmond.

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Zuletzt aktualisiert am 11.12.2017
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