Bauernregeln für Januar

Für Januar, den ersten Monat eines Jahres, gibt es natürliche ine ganze Reihe von Bauernregeln, die sich rund um Kälte, Frost und Schnee drehen.

Im Januar gibt es natürlich Bauernregeln, die sich explizit auf den Dreikönigstag (Heilige Drei Könige, 6. Januar) beziehen. Aber auch der Tag des Heiligen Antonius, Antoni-Tag, am 17. Januar findet Erwähnung.

Hier die Bauernregeln für Januar in der Übersicht:

  • Am Neujahrstage Sonnenschein lässt das Jahr uns fruchtbar sein.
  • War bis zu Dreikönig kein rechter Winter, dann kommt auch keiner mehr dahinter. (+lokale Varianten)
  • Ist Dreikönig hell und klar, gibt’s guten Wein im neuen Jahr.
  • Im Januar viel Regen und wenig Schnee, tut Saaten, Wiesen und Bäumen weh.
  • Auf kalten trocknen Januar folgt oft viel Schnee im Februar.
  • Braut der Januar Nebel gar, wird das Frühjahr naß führwahr.
  • Wirft der Maulwurf seine Hügel neu, währt der Winter bis zum Mai.
  • Wieviel Regentropfen ein Januar, soviel Schneeflocken im Mai.
  • Je frostiger der Januar, desto freundlicher das Jahr.
  • Der Januar muß krachen, soll der Frühling lachen.
  • Wächst das Gras im Januar, so wächst es schlecht im ganzen Jahr.
  • Ist der Januar kalt und weiß, kommt der Frühling ohne Eis.
  • Läßt der Januar Wasser fallen, lässt der Lenz es gefrieren.
  • Große Kälte am Antoni-Tag nicht sehr lange halten mag. (Antonius = 17.1.)

Wichtiger Termien im Januar

Natürlich gibt es im Januar nicht nur San Antonius und die Heiligen Drei Könige. Hier eine Übersicht von Terminen im Januar, zu denen es eigene Bauernregeln gibt:

1. Januar Neujahr, Hochfest der Mutter Maria

  • Die Neujahrsnacht hell und klar deutet auf ein reiches Jahr.
  • Wenn’s um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch stiebt.

2. Januar St. Makarios (Makarius, St. Basilius

  • Makarius das Wetter prophezeit für die ganze Erntezeit.
  • Wie der Basilius, so der September.
  • Wie der Basilius, so der September.

3. Januar St. Genoveva

Bringt Genoveva uns Sturm und Wind, so ist uns Waltraud (9. April) oft gelind.

Heilige Drei KÖnige, Erscheinung des Herrn am 6. Januar

  • Wie sich das Wetter vom Christfest bis Dreikönig hält, ist es meist auch danach bestellt.
  • Ist bis Dreikönig kein Winter geworden, verdient er bis Ostern auch keinen Orden. – oder auch: Ist bis Dreikönig kein Winter, so kommt keiner mehr dahinter.
  • Ist Dreikönig hell und klar, gibt’s viel Wein im neuen Jahr.

8. Januar St. Erhard / Severin

Erhard von Regensburg und Severi von Noricum

  • Der Erhard mit der Hack’, der steckt Weihnachten in den Sack.
  • Wenn es dem Severin gefällt, bringt er mit die große Kält’.

9. Januar Heiliger Julian und Heiliger Gregor

  • Sankt Julian bricht das Eis, oder er bringt’s mit von seiner Reis’.
  • Scheint an Gregor die Sonne, herrscht bei Korn- und Weinbauern Wonne.

10. Januar Paulus Einsiedel

  • An Sankt Pauli Sonnenschein bringt viel Korn und guten Wein.
  • Ist der Paulustag gelinde, gibt’s im Frühjahr raue Winde.
  • Lässt Paulus keine Tropfen fallen, gibt’s zur Heuzeit wenig Ballen.

15. Januar Heiliger Habakuk

Spielt auch die Muck’ um Habakuk, der Bauer nach dem Futter guck.

16. Januar St. Theobald, St. Marcellus

  • Der Theobald, der Theobald, der macht unsere Häuser kalt.
  • Die Kälte, die kommt angegangen, wenn bei Theobald die Tage langen.
  • Wie das Wetter an Marzellus war, wird’s im September: trüb oder klar.

17. Januar St. Antonius – Antonitag

Heiliger Antonius der Große

  • Wenn zu Antoni die Luft ist klar, gibt’s ein trockenes Jahr.
  • Große Kälte am Antoniustag manchmal nicht lange halten mag.
  • Der Antonius mit dem weißen Bart, wenn’s da nicht regnet, er mit dem Schnee nicht spart.
  • Um Antonius nehmen die Tag zu um eine kleine Mönchesruh’.
  • Große Kält’ am Antonitag, große Hitz’ am Lorenzitag (10. August).
  • Am Schnee nicht spart Sankt Anton mit dem weißen Bart.

20. Januar Heiliger Fabian, Heiliger Sebastian

  • An Fabian und Sebastian fängt Baum und Tag zu wachsen an.
  • An Fabian und Sebastian fängt der rechte Winter an.
  • Tanzen um Fabian schon die Mücken, muss man später den Kühen das Futter bezwicken.

21. August St. Agnes

Heilige Agnes von Rom

  • Wenn Agnes und Vincentus (22. Januar) kommen, wird neuer Saft im Baum vernommen.
  • Sonnenschein am Agnestag, die Frucht wurmstichig werden mag.
  • Ziehen Wolken am Agnestag über den Grund, bleibt die Ernte stets gesund.
  • Die Agnessonne hat weder Kraft noch Wonne.

22. Januar St. Vinzenz

  • Kommt Sankt Vinzenz tief im Schnee, bringt das Jahr viel Heu und Klee.
  • An dem Tag Vinzenzius jede Rebe treiben muss.
  • Scheint die Sonne an Vinzenzi blass, mit gutem Wein füllt sie das Fass.
  • Vinzenzi Schein bringt viel Wein.

25. Januar Pauli Bekehrung

  • Am Tage Pauli Bekehr der halbe Winter hin, der halbe Winter her.
  • Je kälter unser Pauli und auch heller, desto voller werden Scheune und Keller.
  • Pauli bekehr dich – halber Winter, scher dich.
  • Hat er Wind, regnet’s geschwind.
  • Ist der Nebel stark, füllt Krankheit den Sarg.
  • Ist es an Paulus klar, kommt ein gutes Jahr.
  • St. Paulus kalt mit Sonnenschein, da wird das Jahr wohl fruchtbar sein.

26. Januar St. Timotheus, Bischof von Ephesus

Timotheus bricht das Eis; hat es keins, so macht er eins.

30. Januar St. Martina von Rom

  • An Martina Sonnenschein verheißt viel Frucht und guten Wein.
  • Scheint an Martina die Sonne mild, ist sie der guten Ernte Bild.
  • Wenn der Jänner viel Regen bringt, werden die Gottesäcker gedüngt.
  • Bringt Martina Sonnenschein, hofft man auf viel Korn und Wein.

31. Januar Virgilius von Trient

  • Friert es stark um Virgilius, im März viel Kälte kommen muss.
  • Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.

Nicht nur, dass es für den Januar sehr viele Bauernregeln gibt, sie beziehen sich auch recht häufig auf das spätere Jahr. Fast so, als wenn man an bestimmten Tagen im Januar, das ganze Wetter für das restliche Jahr vorhersagen könnte, also fast schon so wie beim Hundertjährigen Kalender.

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Zuletzt aktualisiert am 21.10.2017
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