Bauernregeln für März

Der März ist der dritte Monat des Jahres im gregorianischen Kalender. Der März hat 31 Tage.

März wurde nach dem Kriegsgott Mars benannt

Benannt wurde der Monat nach dem römischen Kriegsgott Mars. Und so hieß der März bei den Römern auch Martius. Die Benennung nach dem Gott des Krieges hatte dabei höchst praktische Gründe. Der Monat März war der Monat, in dem normalerweise Rom seine Feldzüge startete und so war es auch der Monat, in dem sich die waffenfähigen römischen Bürger auf dem Marsfeld vor den Toren Roms sammelten. Dort fand dann eine Musterung statt. Im alten römischen Kalender war der März der erste Monat des Jahres.

Frühlingsbeginn im März

Der alte deutsch-germanische Name für diesen Monat ist Lenz, Lenzing bzw. Lenzmond. Alles Hinweise darauf, dass in diesem Monat meist der Winter hinter einem bleibt und endlich der Frühling beginnt. Und so wurde der meteorologische Frühlingsanfang auch auf den 1. März festgelegt. Der astronomische Frühlingsbeginn, der durch die Tagundnachtgleiche festgelegt wird, findet meist hingegen am 20. März statt. Am Tag der Tagundnachtgleiche steht dabei die Sonne über dem Äquator im Zenit. Die Sonne geht zudem genau im Osten auf und genau im Westen unten. Da im März der Frühling beginnt gibt es auch eine ganze Reihe von Bauernregeln bzw. Wetterregeln, die in diesen Monat fallen.

Andere Namen für den Monat März: Frühlingsmond, Lenzmond oder Lenzing. Der römische Kaiser Commodus (180 bis 192) ließ den Monat Martius in Felix umbenennen. Felix (bedeutet so viel wie der Glückliche) war einer der Beinamen, die der Kaiser führte. Nach dem Tod von Kaiser Commodus wurde der Monat aber wieder Martius genannt.

Zeitumstellung im März

Am letzten Sonntag im März wird in Europa, damit auch in Deutschland, die Zeit umgestellt. Das hat den schönen Effekt, dass es Abends nun länger hell ist. Dafür ist es morgens entsprechend länger dunkel. Am letzten Sonntag im März wird dafür die Uhr um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Der Tag hat dann auch nur 23 Stunden und viele Menschen leiden dann in den nächsten Tagen unter einem Mini-Jetlag. Die Sommerzeit endet dann am letzten Sonntag im Oktober. Dann gibt es die eine Stunde wieder zurück.

Bauernregeln für den März

Allgemeine Bauernregeln für den Monat März

  • Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen.
  • Ein fauler, feuchter März ist jedes Bauern Schmerz.
  • Märzgrün ist bald wieder hin.
  • Märzensonne – kurze Wonne.
  • Fürchte nicht den Schnee im März, darunter schlägt ein warmes Herz.
  • Märzenschnee und Jungfernpracht halten oft nur eine Nacht.
  • Wenn im März die Veilchen blühn, an Ludwig (25. August) schon oft die Schwalben ziehn.
  • Schnee, der erst im Märzen weht, abends kommt und gleich vergeht.
  • Siehst du im März gelbe Blumen im Freien, magst du getrost deinen Samen streuen.
  • Säst du im März zu früh, ist’s oft vergeb’ne Müh’.
  • Wie’s im März regnet, wird’s im Juni regnen.
  • Gibt’s im März zu vielen Regen, bringt die Ernte wenig Segen.
  • Märzenstaub bringt Gras und Laub.
  • Lässt der März sich trocken an, bringt er Brot für jedermann.
  • Märzenstaub und Märzenwind guten Sommers Vorboten sind.
  • Auf Märzenregen folgt kein Sonnensegen.

1. März: St. Albin, Bischof von Angers

Regnet’s stark an Albinus, macht’s dem Bauern viel Verdruss.
Sankt Albin im Regen, kein Erntesegen.
Wenn’s an Sankt Albin regnet, gibt es weder Heu noch Stroh.

3. März: St. Kunigunde

Sankt Kunigund macht warm von unt’.
Lachende Kunigunde, die bringt uns frohe Kunde.
(Regen an diesem Tag sollte kein gutes Zeichen für die kommende Ernte sein!)
War Kunigunde tränenschwer, so bleibt oft die Scheuer leer.
Ist die Kunigunde tränenschwer, bleiben Scheuer und Fass oft leer.
Wenn’s donnert um die Kunigund, treibt’s der Winter noch lange bunt.
Wenn es an Kunigunden friert, der Frost noch 40 Nächte regiert.

6. März: St. Fridolin

Um den Tag des Fridolin, da zieht der letzte Winter hin.
Nach Fridolin, da zieht der Winter hin.
Mit ihren Schafen wieder hin, so zieh’n die Schäfer an Fridolin.
Nach dem Tag des Fridolein, da muss der Pflug auf dem Felde sein.

7. März: St. Perpetua und St. Felizitas

Perpetua und Felizitas, die bringen uns das erste Gras.

8. März: St. Cyprian

Wenn’s donnert um St. Cyprian, zieht man noch oft die Handschuh’ an.

10. März: 40 Märtyrer/40 Ritter

40 Ritter mit Eis und Schnee, tun dem Ofen noch 40 Tage weh.
Die 40 Ritter gar noch mit Eis und Schnee, die tun den Öfen noch lange weh.
Regen den die Vierzig senden, wird erst nach 40 Tagen enden.
Wie das Wetter auf 40 Märtyrer fällt, 40 Tage dasselbe anhält.
Wie es an 40 Ritter wittert, wittert es noch 40 Tage.
Friert’s am 40-Ritter-Tag, so kommen noch 40 Fröste nach.
Wie unser Wetter auf 40 Ritter fällt, es sich noch 7 Wochen hält.

11. März: Rosamunde

Sturm und Wind an Rosamunde bringen eine gute Kunde.
Bringt Rosamunde Sturm und Wind, so ist Sybilla (19. März) uns gelind.

12. März: St. Gregor

Weht um Gregori stark der Wind, noch 40 Tage windig sind.
Gregor zeigt dem Bauern an, dass im Feld er säen kann.
Wenn Gregorius sich stellt, muss der Bauer auf das Feld.
Der Gregor zeigt dem Bauern an, ob er die Saat jetzt säen kann, denn so, wie sich Gregori stellt, so muss er mit der Saat aufs Feld.
Um den Tag des St. Gregor, da kommen auch die Schwalben vor.
An Gregor kommt die Schwalbe über des Meeres Port – und an Bartholomäus (24. August) ist sie dann wieder fort.
Nach dem Tag des Gregorei legt auch die wilde Ent’ ihr Ei.

15. März: St. Lukretia (Leocritia)

Lukretia feucht, Kornsäcke leicht.

17. März: St. Gertrud

Sonniger Gertrudentag, Freud’ dem Bauer bringen mag.
Ist Gertrud sonnig, wird’s dem Gärtner wonnig.
Die Gertrud mit dem frommen Sinn, sie ist die erste Gärtnerin.
Gertraude nützt dem Gärtner fein, wenn sie kommt mit Sonnenschein.
Friert’s an Gertrud der Winter noch vierzig Tage nicht ruht.
Sieht Sankt Gertrud Eis, wird das ganze Jahr nicht heiß.

19. März: St. Josef, St.Sibylle

Josephi klar, ein gutes Jahr
Hat der Matthias (24. Februar) endlich seine Hack’ verloren, wird der Joseph schon das Eis durchbohren.
Ist es an Josephus klar, wird es ein gesegnet’ Jahr.
Ist’s am Josephstag klar, folgt ein fruchtbar Jahr.
Wenn einmal Josephi ist, endet der Winter ganz gewiss.
Ist es am Josephstage schön, kann es nur gut weitergeh’n.
Bringt Rosamunde (11. März) Sturm und Wind, so ist Sibylla uns gelind.

20. März: Frühlingsanfang (20. oder 21. März)

Wie das Wetter am Frühlingsanfang, so ist es den ganzen Sommer lang.
Wie das Wetter um den Frühlingsanfang, so hält es sich meist den Sommer lang.
Wie sich die Sonne zum Frühling wendet, so auch unser Sommer endet.

21. März: St. Benedikt / St. Lupicinius

Wie das Wetter sich zeigt nach Benedikt eine Woche lang, so zeigt’s sich auch den ganzen Sommer lang.
Der Benedikt leitet deine Hand, säest du mit ihm die Frucht ins Land.
Soll das Korn gar üppig stehen, so soll man es an St. Benedikt säen.
Willst du Gerste, Erbsen, Zwiebeln dick, so säe sie nach St. Benedikt.
St. Benedikt, der macht die Möhren dick.
Nach Benedikt, da achte wohl, dass man den Hafer säen soll.
Nach Benedikt, da achte wohl, dass man jetzt alles säen soll.
Nach des Benedikten Tag, man Erbsen und Zwiebeln legen mag.
An Romanus (29. Februar) und Lupizinius, die Sonne scheinen muss.

23. März: St. Otto

Weht kalter Wind am Ottotag, das Wild noch vier Wochen Eicheln mag.

24. März: Erzengel Gabriel

– Die katholische Liturgiereform von 1969 verlegte den Gedenktag auf den 29. September. Die Bauernregeln beziehen sich aber natürlich auf den alten Termin für diesen Gedenktag im März. –
Scheint auf Sankt Gabriel die Sonn’, hat der Bauer viel Freud’ und Wonn’.

25. März: Mariä Verkündigung

An Mariä Verkündigung kommen die Schwalben wiederum.
An Mariä Verkündung hell und klar ist ein Segen für das ganze Jahr.
Die Maria bindet die Reben auf und nimmt auch noch leichten Frost in Kauf.
Hat’s nach der Mariennacht gefroren, werden noch 40 Fröste geboren.
Ist Mariä schön und hell, kommt viel Obst auf alle Fäll’.
Kommen noch Nebel nach diesem Tag – den Reben kein Frost mehr schaden mag.
Schöner Verkündungsmorgen befreit von vielen Sorgen.
Sternenmengen am Verkündungsmorgen befreit den Landmann von vielen Sorgen.
War vor Mariä Verkündung der Nachthimmel hell und klar, bedeutet es ein gutes Wetterjahr.
Wenn Maria sich verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet.
Ist Marien schön und klar, naht die ganze Schwalbenschar.

26. März: St. Ludger

Ist es um Ludger draußen feucht, bleiben auch die Kornböden leicht.

27. März: St. Rupert

Ist an Rupert der Himmel wieder rein, so wird er’s auch im Juli sein.

29. März: St. Berthold

Wie St. Berthold gesonnen, so der Frühling wird kommen.
Wie der 29. März, so der Frühling.

30. März

Wie der 30. März, so der Sommer.

31. März

Wie der 31. März, so der Herbst.

Bauernregeln für das ganze Jahr

Will man wissen, wie das Wetter im Rest des Jahres sein wird, muss man laut Bauernregeln nur Ende MÄrz genau aufpassen. Denn hier gibt es gleich drei Bauernregeln, die für das restliche Jahr sprechen. So soll der Frühling so werden, wie das Wetter am 29. März ist. Der Sommer hingegen so, wie das Wetter am 30. März verheißt und der Herbst, wie das Wetter da wird, verrät uns, so die Bauernregel, der 31. März.

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