Bauernregeln November

Bauernregeln November
Bauernregeln für November. Wie wird das Wetter im Rest des Jahres.
Der November ist der elfte und damit vorletzte Monat des Jahres im gregorianischen Kalender. Seinen Namen hat der November vom lateinischen Wort novem für neun. Bei den Römern war bis zum Jahr 153 v. Chr. Jahresbeginn erst im März. Als der Jahresbeginn zwei Monate nach vorne verlegt wurde, ging der direkte Bezug zwischen Namen und Monatszählung wie beim November (aber auch Oktober und Dezember) verloren.

Der November hat 30 Tage.

Weitere Namen für den November

Unter dem römischen Kaiser Commodus (161 bis 192, Kaiser von 180 bis 192) wurde der November in Romanus umbenannt. Allerdings erfolgte die Zurückbenennung in November nach dem Tod des Kaisers.

Alte deutsche Name für den November waren Windmond (Karl der Große, 8. Jahrhundert), Wintermonat und Nebelung. Da im November das Einschlachten der Schweine üblich war, hieß dieser Monat in den Niederlande auch Schlachtmond. Eine weitere Bezeichnung für den elften Monat des Jahres ist wegen der zahlreichen Anlässe des Totengedenkens auch Trauermonat.

Der November im Französischen Revolutionskalender

Im französischen Revolutionskalender gehörte der November zu den Herbstmonaten. Bis 20. November gehörte der November zum Brumaire (französisch brume, Nebel). und vom 21. November bis zum 20. Dezember war es der Frimaire (frimas, gefrierender Nebel). Danach begannen die Wintermonate.

Feiertage im November

Allerheiligen und Allerseelen

Der November gilt im Kirchenjahr als ein Monat der Besinnung und des Gedenkens. Und so beginnt der November auch mit Allerheiligen am 1. November. An Allerheiligen wird in der römisch-katholischen Kirche aller Heilige gedacht. Diesem Tag folgt Allerseelen am 2. November. An diesem Tag wird in der römisch-katholischen Kirche der Verstorbenen gedacht.
Ein weiterer Tag des Gedenkens ist der Volkstrauertag, der zwei Sonntage vor dem 1. Advents begangen wird. Am Volkstrauertag wird der gefallenen deutschen Soldaten der beiden Weltkriege gedacht. Einen Sonntag vor dem 1. Advent liegt dann der Totensonntag. An diesem Tag gedenkt die evangelische Kirche der Verstorbenen. Auch für Christen der katholischen Kirche ist dieser Sonntag vor dem 1. Advent ein besonderer Tag, es ist der Christkönigssonntag.

Weitere Feiertage im November

11. November Martinstag mit Martinsumzügen und am 11.11. um 11.11 Uhr beginnt der Karneval.
Am Mittwoch zwischen Volkstrauertag und Totensonntag liegt zudem der Buß- und Bettag. Dieser Feiertag der evangelischen Kirche soll daran erinnern, dass man sich wieder mehr Gott zuwenden soll.

Advent im November

Mit dem 1. Advent beginnt die Adventszeit und damit das Warten auf Weihnachten. In drei von sieben fällen liegt der 1. Advent dabei noch im November.

An dem Datum des 1. Advents orientieren sich gleich mehrere besondere Tage:

  • Ein Sonntag vor dem 1. Advent Totensonntag (evangelische Kirche) bzw. Christkönigssonntag (Katholiken).
  • Sonntag vor dem 1. Advent, letzter Sonntag des Kirchenjahres.
  • Zwischen Volkstrauertag und Totensonntag liegt auf dem Mittwoch der Buß- und Betttag (Evangelische Kirche).
  • Zwei Sonntage vor dem 1. Advent Volkstrauertag

Bauernregeln im November

Allgemeine Bauernregeln zum Monat November

  • Wer nicht im November die Äcker gestürzt, der wird im nächsten Jahr verkürzt.
  • November hell und klar, ist übel fürs nächste Jahr.
  • November warm und klar, keine Sorge fürs nächste Jahr.
  • Hängt das Laub bis November hinein, wird der Winter lange sein.
  • Hält der Baum die Blätter lang’, macht ein später Winter bang’.
  • Bringt der November Morgenrot, der Aussaat dann viel Schaden droht.
  • Viel Nebel im November, viel Schnee im Winter.
  • Wenn der November blitzt und kracht, im nächsten Jahr der Bauer lacht.
  • Gefriert im November schon das Wasser, wird der Januar umso nasser.
  • Donnert’s im November gar, so folgt ein gesegnetes Jahr.
  • Baumblüt’ im November gar, noch nie ein gutes Zeichen war.
  • Blühn im November die Bäume auf’s Neu’, dann währet der Winter bis zum Mai.
  • Trägt der Berg einen Hut so wird das Wetter gut, trägt er keinen, wird es bald weinen.

Bauernregeln zu bestimmten Tagen im Monat November

1. November: Allerheiligen

Bringt Allerheiligen einen Winter, so bringt Martini (11. November) einen Sommer.
Allerheiligen bringt Sommer für alte Weiber, der ist des Sommers letzter Vertreiber.
Ist’s zu Allerheiligen rein, tritt Altweibersommer ein.
Hat Allerheiligen Sonnenschein, wird’s um Martini (11. November) umso kälter sein.
Allerheiligenreif macht zur Weihnacht alles steif.
Bricht vor Allerheiligen der Winter ein, so herrscht um Martini (11. November) Sonnenschein.

2. November: Allerseelen

Der Allerseelentag drei Tropfen Regen mag.
Um Allerseelen kalt und klar, macht auf Weihnacht alles starr.

3. November: St. Hubertus

Bringt Hubertus Schnee und Eis, bleibt’s den ganzen November weiß.

4. November: St. Karl

Wenn’s an Karolus stürmt und schneit, dann lege deinen Pelz bereit.

6. November: St. Leonhard

Wenn auf Leonhardi Regen fällt, ist’s mit dem Weizen schlecht bestellt.
Wie’s Wetter an Lenardi ist, bleibt’s bis Weihnachten gewiss.
Nach der vielen Arbeit Schwere, an Leonhardi die Rösser ehre.

11. November: St. Martin

Eine ganze Menge Bauernregeln gibt es natürlich zu St. Martin, dem Martinstag, am 11. November.
Wenn an/nach Martini Nebel sind, wird der Winter meist gelind.
Wenn um Martini Regen fällt, ist’s um den Weizen schlecht bestellt.
Ist Martini klar und rein, bricht der Winter bald herein.
Wolken am Martinitag, der Winter unbeständig werden mag.
Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart.
Wenn die Martinsgänse auf dem Eise geh’n, muss das Christkind im Schmutze steh’n.
Wenn’s Laub nicht vor Martini fällt, kommt eine große Winterkält’.
Sankt Martin Sonnenschein, tritt ein kalter Winter ein.
Sankt Martin setzt sich schon mit Dank am warmen Ofen auf die Bank.
Sankt Martin kommt nach alten Sitten zumeist auf einem Schimmel geritten.
Schon nach der Allerheiligenmiss ist der Bauer des Winters gewiss; wenn er dann noch nicht kommen mag, dauert es nur bis Martinitag.
Michel mahnt, Martin zahlt. (Sankt Martin als Steuerheiliger)

15. November: St. Leopold

Der heilige Leopold ist oft noch dem Altweibersommer hold.

17. November: St. Gertrud

Tummeln sich an Gertrud die Haselmäuse, ist es weit mit des Winters Eise.

19. November: St. Elisabeth

Sankt Elisabeth zeigt an, was der Winter für ein Mann.
Es kündigt die Elisabeth, was für ein Winter vor uns steht.

21. November: Mariä Tempelgang (Mariä Opferung)

Mariä Opferung hell und rein, bringt einen harten Winter rein.
Mariä Opferung klar und hell, naht ein strenger Winter schnell.
Mariä Opferung klar und hell, macht den Winter streng und ohne Fehl.

22. November: St. Cäcilia

Die heilige Cäcilie mit Dank setzt sich auf die Ofenbank.
Wenn es an Cäcilia schneit, ist der Winter nimmer weit.
Cäcilia im weißen Kleid, erinnert an die Winterzeit.

23. November: St. Clemens/Klemens

Dem heiligen Klemens traue nicht, denn selten zeigt er ein mild’ Gesicht.
Sankt Klemens uns den Winter bringt.

25. November: St. Katharina

Wenn kein Schneefall auf Kathrein is’, auf Sankt Andreas (30. November) kommt er g’wiss.
Ist an Kathrein das Wetter matt, kommt im Frühjahr spät das Blatt.
Wie das Wetter um Kathrein, wird’s den ganzen Winter sein.
Kathrein stellt den Tanz ein. (siehe: Kathreintanz)
Wer eine Gans zum Essen mag, beginn’ sie zu mästen am Katarinentag.
Kathrein wirft den Stein in den Rhein, die kalte Sophie holt ihn wieder raus

26. November: St. Konrad

An Konrad steht kein Mühlenrad, weil der ja immer Wasser hat.
Der Konrad und die Kathrein (25. November), die knien sich in den Dreck hinein.

27. November: St. Virgilius (Fergal)

Friert es auf Virgilius, im Märzen Kälte kommen muss.

30. November: St. Andreas

Andreas, hell und klar, verspricht ein gutes Jahr.
Wirft herab Andreas Schnee, tut’s den Korn und Weizen weh.
Andreasschnee tut Korn und Weizen weh.
Wenn kein Schneefall auf Kathrein (25. November) ist, auf Sankt Andreas kommt er g’wiss.
Hält Sankt Andrä den Schnee zurück, so schenkt er reiches Saatenglück.
Es verrät dir die Andreasnacht, was das Wetter wohl so macht.

Mehr Bauernregeln:
Bauernregeln Oktober | Bauernregeln | Bauernregeln Dezember

Namen für den Monat November: Nebelmond, Nebelung oder Windmond.

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Zuletzt aktualisiert am 23.08.2017
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