Bauernregeln Oktober

Bauernregeln für den Oktober
Für den Oktober, dem alten Weinmonat, gibt es eine ganze Reihe von Bauernregeln.
Der Oktober ist der zehnte Monat des Jahres im gregorianischen Kalender. Seinen Namen erhielt der Oktober bereits zur Zeit der Römer. Da bis zur julianischen Kalenderreform im Jahr 46 v. Chr. der Monat der achte des Jahres war, erhielt er von ihnen den Namen mensis october (lat. octo = acht). Auch zu Zeit der Römer gab es Versuche, diesem Monat einen anderen Namen zu geben. War der Juli nach Julius Caesar benannt und der August nach Kaiser Augustus, so wurde der Oktober dann zur Regierungszeit von Kaiser Domitian in Domitianus umbenannt. Während sich Juli und August halten konnten, kehrte man beim Oktober wieder zum alten Namen zurück. Und unter Kaiser Commodus wurde der zehnte Monat des Jahres schließlich in Hercules umbenannt. Die Umbenennung nach dem griechischen Halbgott Herakles, der bei den Römern eben Hercules hieß, überdauerte allerdings ebenfalls nicht.

Weitere Namen für den Oktober

Karl der Große führte für den Oktober den Namen Weinmonat ein. Und der altdeutsche Name für diesen Monat war Gilbhart.

Guter Monat für Hochzeiten

Im Mittelalter galt der Oktober als heiliger Monat. In diesem Monat wurde dann auch bevorzugt geheiratet. Auch Könige und ihre Thronfolger heiraten gerne im Oktober. Ein Beispiel, allerdings aus der Neuzeit, hierfür ist die Hochzeit zwischen Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese am 12. Oktober 1810 in München. Auf eins der damals abgehaltenen Feste geht das heutige Oktoberfest zurück.

Uhr umstellen im Oktober – längster Monat im Jahr

Der Oktober ist bei uns der längste Monat des Jahres. Zum einen weil er 31 Tage hat (wobei neben dem Oktober noch sechs weitere Monate so viele tage haben) und zum anderen, weil in diesem Monat die Sommerzeit auf Normalzeit umgestellt wird. Am letzten Sonntag im Oktober wird die Uhr um 3 Uhr morgens auf 2 Uhr gestellt, damit hat dieser Tag 25 Stunden und der Monat eine Stunde mehr als die anderen Monate mit ebenfalls 31 Tage.

Besondere Tage im Oktober

Im Oktober gibt es einige besondere Tage. Da wäre zum einen natürlich der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Dazu kommen einige andere besondere Tage wie Erntedank am ersten Sonntag im Oktober. Oder der Reformationstag und Halloween am 31. Oktober.

Bauernregeln im Oktober

Natürlich gibt es im Weinmonat Oktober so einige Bauernregeln. Einige beziehen sich auf bestimmte Tage, andere sollen für den ganzen Monat gültig sein.

Allgemeine Bauernregeln für den ganzen Oktober

  • Oktoberschnee tut Mensch’ und Tieren weh.
  • Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein. Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will.
  • Oktober rau, Januar flau.
  • Im Oktober der Nebel viel, bringt im Winter der Flocken Spiel.
  • Bringt der Oktober viel Regen, ist’s für die Felder ein Segen.
  • Warmer Oktober bringt fürwahr, stets einen kalten Februar.
  • Wenn’s im Oktober friert und schneit, bringt der Jänner milde Zeit.
  • Schneit’s im Oktober gleich, wird der Winter weich.
  • Hilft der Oktober nicht mit Sonne, hat der Winzer keine Wonne.
  • Viel Nebel im Oktober, viel Schnee im Winter.
  • Im Oktober Sturm und Wind, uns den frühen Winter kündt.

Bauernregeln für bestimmte Tage

1. Oktober: St. Remigius
Regen an Sankt Remigius bringt den ganzen Monat Verdruss.
2. Oktober: St. Leodegar
Laubfall an Sankt Leodegar kündigt an ein fruchtbar Jahr.
Fällt das Laub auf Leodegar, so ist das nächste ein fruchtbares Jahr.
4. Oktober: St. Franziskus
Sonne an Sankt Franz gibt dem Wein den Glanz.
6. Oktober: St. Bruno
Sankt Bruno, der Kartäuser, lässt die Fliegen in die Häuser.
8. Oktober: St. Pelagia von Antiochia, Märtyrerin
St. Pelei führt Donner und Hagel herbei.
9. Oktober: St. Dionysius (Denis)
Regnet’s an Sankt Dionys, wird der Winter nass gewiss.
13. Oktober: St. Koloman
Heiliger Koloman schick mir einen braven Mann.
14. Oktober: St. Burkhard (Burkard) (Erhebung der Gebeine)
Sankt Burkhard Sonnenschein schüttet Zucker in den Wein.
15. Oktober: St. Theresa
Zu Theres’ beginnt die Weinles’.
16. Oktober: St. Hedwig und St. Gallus
Sankt Hedwig und Sankt Gall’ machen das Schneewetter all’.
Gießt Sankt Gallus wie ein Fass, wird der nächste Sommer nass; ist der trocken folgt vom Sommer noch ein Brocken.
Sankt Gallen lässt den Schnee fallen, treibt die Kuh in den Stall und die Äpfel in den Sack.
An Sankt Hedwig und Sankt Gall schweigt der Vögel Sang und Schall.
An Hedwig bricht der Wetterlauf und hört das schöne Wetter auf.
An Galles schaff heim alles (aus dem Nassauischen)
17. Oktober
Nach dem Sankt Gallus-Tag (16. Oktober) nichts mehr im Garten bleiben mag.
Nach Sankt Gall (16. Oktober) bleibt die Kuh im Stall.
18. Oktober: St. Lukas
Wer an Lukas Roggen streut, es im Jahr darauf nicht bereut.
Ist Sankt Lukas mild und warm, folgt ein Winter, dass Gott erbarm.
Sankt Lukas Evangelist bringt Spätroggen ohne Mist.
20. Oktober: St. Wendelin
Sankt Wendelin, verlass uns nie, schirm unsern Stall, schütz unser Vieh.
21. Oktober: St. Ursula
Zu Ursula muss das Kraut herein, sonst wird’s noch lange draußen sein.
Lacht Ursula mit Sonnenschein, wird wenig Schnee vorm Christfest sein.
An Ursula muss das Kraut herein, sonst schneien Simon und Judas (28. Oktober) drein.
Sankt Ursula will uns sagen, bald könnt das Feld Schnee tragen.
23. Oktober: St. Severin
Wenn’s Sankt Severin gefällt, so bringt er mit die erste Kält‹.
25. Oktober: St. Crispinus und Crispinianus, Krispin
Mit Krispin sind alle Fliegen hin.
26. Oktober: St. Albin
Warmer Sankt Albin bringt fürwahr stets einen kalten Januar.
27. Oktober
Wer Weizen sät vorm Simonstage (28. Oktober), dem trägt er goldene Ähren ohne Frage.
Bevor du Simon (und) Judas (28. Oktober) schaust, pflanze Bäume, schneide Kraut.
28. Oktober: Apostel Simon und Apostel Judas
Ist’s an Judas hell und klar, gibt’s Regen erst an Cäcilia (22. November).
Simon und Juda, ja die zwei, führen oft den Schnee herbei.
Bevor du Simon und auch Judas schaust, pflanze Bäume, schneide Kraut.
Simon und Judä hängen an die Stauden Schnee.
29. Oktober
Wenn Simon und Judas (28. Oktober) vorbei, rückt der Winter schnell herbei.
30. Oktober
Zu Ende Oktober Regen bringt ein fruchtbar Jahr zuwegen.
31. Oktober: St. Wolfgang
Regen am Sankt-Wolfgangs-Tag, gut für das nächste Jahr sein mag.
Sankt Wolfgang Regen verspricht ein Jahr voll Segen.
Am Wolfgang Regen ist viel gelegen.

Namen für den Oktober: Gilbhart, Weinmond, Dachsmond oder Reifmond.

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Zuletzt aktualisiert am 23.08.2017
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