Die Eisheilige 11. bis 15. Mai Bauernregeln

Die Eisheilige sind auch ein vielbeachteter Termin im Jahr, zumindest was das Wetter und die dazugehörigen Bauernregeln betrifft. Und auch 2016 war es so, dass die Eisheiligen ihren Namen alle Ehre machten, zumindest in Norddeutschland war heizen angesagt.

Zu den Eisheiligen gehören drei Heilige, daher auch ihr zweiter Namen die drei Gestrengen. Weitere Namen sind Eismänner oder gestrenge Herren. Zu den drei Eisheiligen gehören die Herren Pankratius, Servatius und Bonifatius.

Mit Eisheiligen wird die letzte mögliche Kälteperiode mit Nachtfrostgefahr Mitte Mai genannt, was mit den Daten der drei Heiligen vom 11. bis zum 15. Mai ja gut zusammen passt. Oft genug wird daher auch gewarnt, die Eisheiligen abzuwarten, zum Beispiel bis man die Blumen aus ihrem Winterquartier wieder dauerhaft in den Garten oder auf den Balkon stellt.

Verschobene Eisheilige

Dank langjährigen Wetterbeobachtungen weiß man heute übrigens, dass die Gefahr von Nachtfrost nicht nur bis zu den Eisheiligen besteht, sondern eben bis zum 20. Mai. Das ist natürlich ganz logisch, denn auch die Bauernregeln rund um die Eisheiligen sind natürlich schon einige Jahrhunderte alt. Damit waren auch sie, von der gregorianischen Kalenderreform betroffen. Der heute weltweit verbreitete gregorianische Kalender (benannt nach Papst Gregor XIII.) entstand Ende des 16. Jahrhunderts durch eine Reform des julianischen Kalenders und wurde 1582 mit der päpstlichen Bulle Inter gravissimas verordnet.

Durch die Kalenderreform verschoben sich die Tage aber. Sehr auffällig wurde das zum Beispiel bei den Bauernregeln rund um den Veitstag am 15. Juni. Dies war vor der Kalenderreform noch der längste Tag des Jahres. Nach der Kalenderreform war der längste Tag des Jahres, die Sommersonnenwende dann aber der 21. Juni.

Auch Eisheilige verschoben sich durch die Gregoriansiche Kalenderreform

Und das erklärt auch, warum die Eisheiligen zwar vom 11. bis 15. Mai gefeiert werden, es aber heut noch sein kann, dass auch noch am 20. Mai Nachtfrost auftritt. Die Eisheiligen sind also nicht etwa unzuverlässiger geworden, bzw. die Bauernregeln rund um die drei Eismänner, nur die Zeit hat sich eben verschoben bzw. verändert.

Wer gehört zu den Eisheiligen

Zu den Eisheiligen gehören die oben erwähnten Eismänner. In Norddeutschland wird aber noch Mamertus (11. Mai und in Süddeutschland Sophia (Kalte Sophie) am 15. Mai zu den Eisheiligen gezählt.

Heute sollte man aber nicht mehr die Tage der Eisheiligen selbst beachten, sondern eben die Zeit vom 19. bis zum 22. Mai.

Bauernregeln zu den Eisheiligen

12. Mai: Wenn’s an Pankratius friert, so wird im Garten viel ruiniert.
Pankraz hält den Nackensteif, sein Harnisch klirrt von Frost und Reif.
Pankratz und Urbanitag ohne Regen – versprechen reichen Erntesegen.
Pankratz macht erst dem Sommer Platz.
13. Mai: Servaz muss vorüber sein, willst vor Nachtfrost sicher sein.
Vor Servaz kein Sommer, nach Servaz kein Frost.
Nach Servaz findet der Frost keinen Platz.
War vor Servatius kein warmes Wetter, wird es nun von Tag zu Tag netter.
14. Mai: Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
15. Mai: Sophie man die Kalte nennt, weil sie gern kalt` Wetter bringt.
Vor Nachtfrost du nicht sicher bist – bis Sophie vorrüber ist.
Kalte Sophie wird sie genannt, denn oft kommt sie mit Kälte dahergerannt.
Pflanze nie vor der Kalten Sophie.

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