Hundertjähriger Kalender

Wettervorhersagen im Siebenjahres Zyklus

Wann wurde welcher Planet entdeckt?

Planeten des 100jährigen Kalenders
Planeten bzw. Himmelskörper des 100jährigen Kalenders

Beim Siebenjahreszyklus bedient sich Mauritius Knauer der ihm bekannten sieben Himmelskörper bestehend aus den fünf Planeten unseres Sonnensystems: Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn sowie unserer Sonne und dem Mond der Erde. Damit erstreckt sich der Siebenjahreszyklus des Hundertjährigen Kalenders nicht alleine auf Planeten.

Die Erde als Mittelpunkt – geozentrischen Weltbild

Angeordnet wurden die Himmelskörper wohl nach der vermeintlichen Entfernung der Planeten zur Erde. Zumindest wurde die Liste so erstmals von den griechischen Stoikern so geordnet.

Auf Position 1 steht dann die Erde, es folgt der Erdmond und dann der Merkur sowie die Venus. Die Sonne folgt auf Position fünf, danach kommen noch Mars, Jupiter und Saturn. Und so scheint sich in diesem doch sehr begrenzten Planetensystem alles um unsere Erde zu drehen.

Damit bedient sich Knauer dem geozentrischen Weltbild mit der Erde (geos) als Zentrum des Universums. Alle anderen Himmelskörper umkreisen uns. Zu Zeit Knauers war das heliozentrische Weltbild (die Planeten und damit auch die Erde bewegen sich um die Sonne) bereits bekannt.

Als Mauritius Knauer (1613/14-1664) seinen 100jährigen Kalender verfasste waren auch nur die fünf Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn bekannt.. Erst 1781 wurden der Uranus von Wilhelm Herschel entdeckt, 1846 folgte der Neptun und 1930 der Pluto, der ja im Jahr 2006 schließlich zum Zwergplaneten degradiert wurde. Durch die Arbeiten von Nikolaus Kopernikus (De Revolutionibus Orbium Coelestium, 1543), Tycho Brahe (1546-1601) und Johannes Kepler (1571-1630) erwies sich das geozentrische Weltbild als überholt.

Heliozentrische Weltbild

Die Abfolge der sieben Himmelskörper mit der Erde als Mittelpunkt, um den die sechs anderen kreisen, bedient sich dem älteren geozentrischen (ptolemäischen) Weltbild: Die Erde als Zentrum. Dies steht im Widerspruch zum Heliozentrischen Weltbild (auch kopernikanisches Weltbild), das auf der Annahme beruht, dass sich die Planeten (darunter auch die Erde) um die Sonne bewegen.

Wann wurde welcher Planet entdeckt?

Sonne, Mond und auch Mars, Merkur, Jupiter und Saturn können wir ohne Fernglas am Himmel beobachten. Diese Gestirne mussten also nicht entdeckt werden. Bei anderen Planeten sieht dies anders aus.

Bereits in der Antike bekannte Planeten

Sechs Planeten sind schon lange bekannt, da sie eben ohne Hilfsmittel am Nachthimmel bzw. am Himmel überhaupt zu sehen sind.

  • Merkur
  • Venus
  • Mars
  • Jupiter
  • Saturn

Der siebte Planet, der dann entdeckt wurde, war der Uranus. Dieser wurde im Jahr 1781 von dem deutsch-britischen Astronomen Friedrich Wilhelm Herschel entdeckt. Allerdings meinte dieser zunächst, einen Kometen entdeckt zu haben.

  • Uranus (1781)
  • Neptun (1846)
  • Pluto (1930, inzwischen zum Zwergplaneten degradiert, seit 2006)

Zwergplaneten

Inzwischen ist Pluto nur noch ein Zwergplanet, aber er ist nicht der einzige. Es gibt noch weitere offizielle Zwergplaneten in unserem Sonnensystem:

  • Ceres (Zwergplanet im ASteroidengürtel)
  • Haumea (Transneptunische Zwergplaneten, Plutoiden)
  • Makemake (Transneptunische Zwergplaneten, Plutoiden)
  • Eris (Transneptunische Zwergplaneten, Plutoiden)

Zu diesen offiziell anerkannten Zwergplaneten kommen noch eine Reihe von Zwergplaneten-Kandidaten.